I. Den Dialog bei der Stadtentwicklung verbessern
Wir wollen die Attraktivität der Altstadt bewahren und setzen dabei auf einen intensiveren Dialog zwischen Verwaltung, Rat und der gesamten Kaufmannschaft. Der Stadtkern von Telgte bietet mit seinen vielen gut erhaltenen und gepflegten Gebäuden, der Fußgängerzone und dem gepflasterten alten Marktplatz beste Voraussetzungen für eine attraktive Altstadt, deren Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Problematisch erweist sich allerdings die Parksituation in der Innenstadt, die andere Standorte, wie beispielsweise den
„Orkotten" für großflächige Nahversorgungsangebote (wie EDEKA, Kaufpark, ALDI, Lidl, Penny) attraktiver macht. Auch der „Orkotten" liegt zwar in unmittelbarer Nähe zur Altstadt.
Die Bahntrasse verhindert aber positive Synergieeffekte, die zur Belebung der Altstadt benötigt werden.
Probleme durch die Bahntrasse lösen
Die FDP setzt sich deshalb schon seit langem dafür ein, dass auch die Behinderung des Straßenverkehrs durch die Bahn bewältigt wird. Eine geplante Erhöhung des Zugtaktes würde unweigerlich zum Verkehrskollaps führen. Aus diesem Grund muss mit der Betreibergesellschaft eine kooperative Lösung auf den Weg gebracht werden. Auch die Möglichkeit einer weiteren Bahnquerung (Über- oder Unterführung sollte noch einmal überprüft werden. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass ein Architekten-Wettbewerb bzw. die Vergabe von Diplomarbeiten Lösungswege aufzeigen kann.
Den richtigen Standort für die neue Feuerwache finden
Telgte braucht dringend eine neue Feuerwache zur Unterstützung der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr. Ein optimaler Standort wird sich aber nur finden lassen, wenn man die Standortfrage nicht mit Investoreninteressen und der Planung neuer, großflächiger Supermärkte im Orkotten verbindet.
Infrastruktur und Wohnraum anpassen
Mit der Planung des Baugebiets Telgte Süd-Ost hat sich die Stadt für ein beträchtliches Wachstum entschieden und eine Menge Geld investiert. Es ist davon auszugehen, dass damit die vorhandene Nachfrage gedeckt wird. Aus diesem Grund halten wir es für erforderlich, das neue Baugebiet zuerst vollständig zu erschließen und zu bebauen, bevor neue Baugebiete geschaffen werden.
Deshalb halten wir an unserer Auffassung fest, dass eine weitere Bebauung der Klatenberge mit einer geordneten Stadtentwicklung nicht vereinbar ist, zumal auch die Verkehrsanbindung und die fehlende Infrastruktur an dieser Stelle problematisch sind. Im Interesse aller Telgter ist es darum sinnvoll, die Planung auf die bereits verfügbaren Flächen zu konzentrieren.
Überall, wo der Rückgang der Bevölkerung besonders hoch ist, wird das Angebot der kommunalen Infrastruktur pro Einwohner zunehmend teurer. Um die Lebensqualität zu erhalten und weiterhin ein attraktives Angebot für die Bürgerinnen und Bürger aufrechtzuerhalten, sind intelligente Lösungen bei der Nutzung öffentlicher Einrichtungen gefragt, die eine bessere Auslastung ermöglichen.
Die Stadt vom Durchfahrtsverkehr entlasten
Um den Verkehrsfluss von Warendorf nach Münster weiter zu entlasten, ist es nach Auffassung der FDP unerlässlich, im Zuge der Erschließung des Baugebiets Telgte-Südost sukzessive die Südumgehung der Stadt fertig zu stellen. Aus diesem Grund sollte auch die Anbindung an die Warendorfer Straße vorrangig realisiert werden.